Unterschrift Martin Luthers, 1518, Archiv der Freiherrlich Scheurlschen Familienstiftung, Fischbach

Karte der „Nüw Welt“, Sebastian Münster, 1544, Landesbibliothek Eutin

Naturabgüsse zweier Eidechsen, Umkreis des Wenzel Jamnitzer, um 1540/50, Germanisches Nationalmuseum

Aztekischer Häuptling, Christoph Weiditz, um 1530/40, Germanisches Nationalmuseum

Winterlandschaft, Jacob Grimmer, 1577, Szépmüvészeti Múzeum Budapest

Wie gehen wir mit Veränderung um?

Nicht erst unserer Gegenwart stellt sich diese brennende Frage, wenn wir Neuem und Fremdem neugierig und zuversichtlich oder mit wachsender Angst begegnen.
Schon die Zeitgenossen von Martin Luther und Christoph Kolumbus waren einem gewaltigen Wandlungsdruck ausgesetzt: Mit der allmählichen Erkenntnis einer „Neuen Welt“ im Westen geriet ihr altes Weltbild ins Wanken. Und auch mit den neuen Alternativen im Religiösen, wie wir sie Luther und anderen Reformatoren verdanken, sah sich der Christenmensch vor existenzielle Entscheidungen über das richtige oder falsche Leben gestellt.
Anlässlich des Reformationsjubiläums präsentiert die Ausstellung „Luther, Kolumbus und die Folgen“ das dramatische Nebeneinander von Aufbruchsstimmung und Endzeit-Angst, von Wissensdurst und Neugierverbot, wie es die Umbruchsjahre zur Neuzeit hin prägte. Das Germanische Nationalmuseum hat dazu herausragende Zeugnisse europäischer Zukunftsfreude und Zukunftssorge zusammengeführt, vom gewaltigen wasserspeienden „Satan“ der Kölner Domfassade, über Christoph Kolumbus‘ eigenhändige Wetterprognosen bis hin zum ersten Indianerbild in der alten Welt.

 

Der Trailer zur Ausstellung

Sich mit Neuem auseinanderzusetzen und das eigene Weltbild immer wieder zu überprüfen ist eine Lebensaufgabe. Im 16. Jahrhundert war die Reformation ein Ereignis unter vielen, welche die Menschen dieser Zeit ganz schön unter Druck setzten.

In der Ausstellung „Luther, Kolumbus und die Folgen“ zeigt das Germanische Nationalmuseum Ereignisse, Entwicklungen und Bewältigungsstrategien, um auf die Veränderungen der Zeit zu reagieren.

Kuratorin auf Reisen

10 Gebote Tafel in Uphusen

Auch eine Ausstellung ist durch Veränderung geprägt. Bis zum Eröffnungstag passiert so einiges im Arbeitsprozess, das die erste Idee verformt, verwandelt und umgestaltet. Wie das passiert? Daran möchten wir Sie gerne teilhaben lassen und arbeiten gerade an einem Blog, auf dem Sie bald Erlebnisse und Arbeitsschritte im Projekt mitverfolgen können. Im Video z.B. berichtet unsere Kollegin Marina Rieß von ihrer Reise zu einem zukünftigen Exponat für die Ausstellung.

Der Vitzliputzli ist da!

Als "Bildniß eines Indianischen Abgotts" sei es schon 1662 nach Nürnberg gekommen, schreibt der Prediger an St. Sebald, Johann M. Dilherr. Zoologisch interpretiert als Katze oder Affe, ist seine Funktion unklar. Auch wissen wir nicht, ob das Figürlein aus Gold, Messing oder Silber gefertigt wurde. Diesen Fragen widmen wir uns in Vorbereitung der Ausstellung.

Besuch planen

Planen Sie noch heute Ihren Besuch im Germanischen Nationalmuseum für die Sonderausstellung "Luther, Kolumbus und die Folgen". 

Ausstellungsflyer

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